30 Jahre Artothek Oldenburg

Am 7. Oktober 2012 feiert die Artothek Oldenburg ihr 30 jähriges Jubiläum. Mit einem Sammlungsbestand, der 1.700 Kunstwerke von regionalen und internationalen Künstlern umfasst, ist sie die größte Kunstausleihe Niedersachsens. Sie wurde am 10. November 1982 gegründet und war damit eine der ersten Artotheken in Norddeutschland überhaupt. Die Artothek bietet Kunst zum Ausleihen an und steht allen Oldenburger Bürgerinnen und Bürgern offen. Darüber hinaus präsentiert die Artothek regelmäßig Ausstellungen mit eigenen Werken.

Aus diesem Anlass findet am 7.10.2012 um 11 Uhr ein Festakt statt. Den Festvortrag hält Dr. Johannes Stahl, 1. Vorsitzender des Artothekenverbandes Deutschland e.V. Im Anschluss sind alle Interessierten von 12-17 Uhr zum “Tag der offenen Tür” eingeladen. Große und kleine Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm, das von der Ausstellung “Highlights” über Führungen oder Workshops für Kinder bis zur Kunstaktion der legendären Oldenburger Künstlergruppe “Kranich” reicht.

Zu den Höhepunkten der Jubiläumsausstellung zählen eine sinnenfrohe „Nana“ aus bemaltem Polyester von Niki de Saint Phalle, ein frühes Temperabild von Rupprecht Geiger, das den Betrachter durch seine Leuchtkraft in den Bann zieht und eine großformatige Farbzeichnung von Ulrike Rosenbach mit dem poetischen Titel „Grüner Regenbogen umwirbt Kassandra“. Alle Kunstwerke der Ausstellung stammen aus dem eigenen Artotheksbestand.

Kinder von 6 bis 12 Jahren können um 12 Uhr leuchtende Postkarten in den Farben von Rupprecht Geiger malen oder um 14.30 Uhr glitzernde „Nana-Magneten“ basteln. Spannende Ateliereinblicke von bekannten Oldenburger Künstlerinnen und Künstlern sind in den Artothek Kunstfilmen zu erleben. Dirk Meyer bietet um 13 Uhr und 14.30 Uhr öffentliche Führungen durch die Jubiläumsausstellung „Highlights“ an. Um 15 Uhr findet eine Kunstaktion mit der legendären Oldenburger Künstlergruppe „Kranich“ statt. Klaus Beilstein, Udo Reimann, Volker Kuhnert, Manfred Räber, Bernd Wagenfeld und Hans Dieter Bunjes malen der Artothek ein Geburtstagsbild, das am 4. November meistbietend zugunsten der Museumspädagogik versteigert wird.

„Die Artothek Oldenburg ist eine Kunstausleihe und ein Forum der regionalen Kunstszene, in dem Kunstvermittlung und Künstlerförderung praktiziert wird“, erklärt Dr. Sabine Isensee, die die Artothek seit 1998 leitet. „Die Artothek stand seit ihrer Gründung unter der Prämisse die Kunst aus dem Elfenbeinturm herauszuholen, allen Bürgern Kultur zugänglich zu machen, kreative Fähigkeiten zu wecken und regionale Kunst zu fördern. Das sind langfristige Potentiale, aus denen die Artothek bis heute schöpft. Die Artothek ist eine Anlaufstelle für viele Menschen in Oldenburg geworden, die sich für Kunst begeistern lassen“, so Sabine Isensee.

Die Artothek wurde am 10. November 1982 eröffnet und begann mit rund 400 Kunstwerken ihr Ausleihprogramm. Heute ist die Artothek Oldenburg mit ihrem 1700 Werken umfassenden Sammlungsbestand von über 600 regionalen und internationalen Künstlern die größte Kunstausleihe in Niedersachsen. Seit 1982 fanden unzählige Führungen, Kunstgespräche, interdisziplinäre Projekte, Ausstellungen und natürlich Kunstausleihen statt. Einen wichtigen Schwerpunkt bildet seit 1998 die Kunstvermittlung mit der Reihe „Artothek & Schule“. Auf rund 250 m² verbinden sich Ausstellungsflächen, Arbeits- und Besprechungsräume sowie eine kleine Präsenzbibliothek zu einem Erlebnisort der modernen Kunst.

Die Artothek bietet ihren Service der Kunstausleihe allen Oldenburger Bürgerinnen und Bürgern an. Ein Jahresausweis für die Artothek kostet 20 Euro, ermäßigt 10 Euro. Dafür können die Entleiher 6 x im Jahr drei Bilder oder eine Skulptur aus dem gesamten Artotheksbestand auswählen. „Ein Werk der Bildenden Kunst erschließt sich dem Betrachter erst über einen längeren Zeitraum. Wir ermöglichen ihm, sich zu Hause in Ruhe mit Kunst auseinanderzusetzen“, erklärt Sabine Isensee.

 

(Museen, Sammlungen und Kunsthäuser der Stadt Oldenburg, Foto: Niki de Saint Phalle, Nana de Berlin, Polyester bemalt, 1973 (c) Stadtmuseum Oldenburg)

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