Austausch über das neue Bundeskinderschutzgesetz

Unter dem Titel „Bundeskinderschutzgesetz – Handlungssicherheit in der multiprofessionellen Verantwortungsgemeinschaft“ bieten die Stadt Oldenburg und der Landkreis Oldenburg gemeinsam eine Fachtagung an: am Freitag, 7. September, 8.30 bis 13 Uhr, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3. Eingeladen sind Fachkräfte aus den unterschiedlichen Berufsgruppen, Ehrenamtliche und Interessierte, die Eltern und Kinder unterstützen.

Der Fachtag ist eine von der Ärztekammer anerkannte Fortbildungsveranstaltung. Die Teilnahme ist kostenlos. Ansprechpartner für weitere Informationen sowie für die Anmeldung ist das Amt für Jugend, Familie und Schule der Stadt Oldenburg unter Telefon 0441 235-3097 oder per E-Mail an petra.bremke-metscher@stadt-oldenburg.de sowie der Landkreis Oldenburg unter Telefon 04431 85-323 oder per E-Mail an mareike.vantzet@oldenburg-kreis.de. Anmeldeschluss ist der 31. August.

Auf der Tagung werden circa 170 Fachleute und Ehrenamtliche neue und ältere Grundlagen zur Kooperation im Kinderschutz erörtern. Gemeinsames Handeln soll verhindern, dass Kinder durch die sozialen Netze fallen und tragische Schicksale erleiden. Miteinander Hand in Hand zu arbeiten, um den Kinderschutz zu verbessern, gelingt in der Stadt Oldenburg bereits in sehr vielen Bereichen. Seit 2007 wird die Kooperationsarbeit durch das „Koordinierungszentrum Kinderschutz“ kommunal und vom Land Niedersachsen gefördert. Nun hat der Gesetzgeber nachgezogen: Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 wurde das Bundeskinderschutzgesetz verabschiedet.

Gemeinsames Handeln zeigen auch die Stadt Oldenburg und der Landkreis Oldenburg mit dieser Veranstaltung, in der alle mit Kindern befassten Professionen zusammengeführt werden sollen, um das neue seit Januar gültige Bundeskinderschutzgesetz kennen zu lernen und praktische Konsequenzen daraus zu ziehen. Lehrer, Ärzte, andere medizinische und soziale Berufsgruppen, Beratungseinrichtungen sowie Behörden erhalten durch dieses Gesetz klar definierte Rollen und Handlungsanweisungen. Diese regeln, was sie bei einem Verdacht auf die sogenannte Kindeswohlgefährdung zu tun haben.

Hierzu sollen Netzwerke ausgebaut oder neu gegründet werden. „Oldenburg hat mit dem Koordinierungszentrum Kinderschutz und dem Oldenburger System ,Frühe Hilfen’ bereits so ein Netzwerk. Wir wollen auf der Fachtagung um weitere Akteure werben“, so Petra Bremke-Metscher, Projektleitung Koordinierungszentrum Kinderschutz im Amt für Jugend, Familie und Schule der Stadt Oldenburg.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesetzes ist die Unterstützung der Eltern und Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Hierzu sollen Angebote außerhalb der Jugendhilfe ausgebaut, bei Bedarf neu geschaffen sowie miteinander vernetzt werden. Ziel der Tagung ist die Vermittlung der wichtigsten Informationen aus dem Gesetz sowie das Kennenlernen der bereits vorhandenen Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern.

(Pressestelle Stadt Oldenburg)

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