“Freiheitsraum Reformation”

Was sind die Folgen der Reformation, welche Bedeutung hat sie für den Nordwesten Deutschlands? Diese Fragen stellt “Freiheitsraum Reformation”, ein groß angelegtes Kooperationsprojekt der Universität Oldenburg mit Partnern aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft. Am Sonntag, 2. September, 12.00 Uhr, feiert es in der Oldenburger Exerzierhalle seinen Auftakt. “Freiheitsraum Reformation” ist an den Instituten für Geschichte und Evangelische Religion der Universität angesiedelt. In den kommenden fünf Jahren widmen sich Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen und wissenschaftlichen Tagungen der Reformation und ihrem 500. Jubiläum im Jahr 2017. Zugleich soll das Projekt neue Formen der künstlerisch-kulturellen Vermittlung erproben.

Die Ziele, Inhalte und Formate von “Freiheitsraum Reformation” stellen die Historikerin Prof. Dr. Dagmar Freist und die Theologin Prof. Dr. Andrea Strübind – beide Universität Oldenburg – auf der Auftaktveranstaltung vor. Thomas Kossendey, Präsident der Oldenburgischen Landschaft, und Helmut Collmann, Präsident der Ostfriesischen Landschaft, die ebenfalls an dem Kooperationsprojekt beteiligt sind, sprechen Grußworte. Auch Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon und Oldenburgs Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler nehmen an der Eröffnung teil. Für den musikalischen Rahmen sorgen Ensemblemitglieder des Oldenburgischen Staatstheaters sowie das Ensemble La Dolcezza. Freist und Markus Müller, Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters, moderieren die Veranstaltung.

Bereits um 10.00 Uhr findet in der Oldenburger Lamberti-Kirche (Neuer Markt 17), ein feierlicher Gottesdienst statt. Er steht unter dem Motto “Musik macht fröhliche Leute” und rückt Musik zu Texten Martin Luthers in den Mittelpunkt. Gestaltet wird der Gottesdienst von Pastor Dr. Ralph Henning, dem Ensemble Chelycus (Leitung Veronika Skuplik) sowie der Capella St. Lamberti (Leitung Tobias Götting).

Am Sonntag, 16. September, 17.00 Uhr, geht es weiter: Mit dem Konzert “Die Königin lädt ein…. J.S. Bach: Dritter Teil der Klavierübung – Vertonung von Luthers Chorälen” in der Ansgari-Kirche Oldenburg. Zu den Höhepunkten der Reihe im Jahr 2012 zählt das Konzert des Chors und Orchesters der Kreuzkirche Bonn unter Leitung von Kirchenmusikdirektorin Karin Freist-Wissing (Samstag, 3. November, 18.00 Uhr, Stadtkirche Jever). Auf dem Programm steht das Oratorium “Luther in Worms” des aus Jever stammenden Komponisten Ludwig Siegfried Meinardus (1827 – 1896). Vom 8. bis 10. November findet die Internationale Konferenz “,Befreier der deutschen Seele’ – Politische Inszenierung und Instrumentalisierung von Reformationsjubiläen im 20. Jahrhundert” (Johannes a Lasco Bibliothek / Emden) statt.

Neben der Universität Oldenburg sind unter anderem folgende Partner an “Freiheitsraum Reformation” beteiligt: die Oldenburgische Landschaft, das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, die Evangelisch-Reformierte Kirche (Leer), die Evangelisch lutherische Landeskirche Hannovers (Sprengel Ostfriesland), die Johannes a Lasco Bibliothek Emden, die Landesbibliothek Oldenburg, das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, das Oldenburgische Staatstheater sowie die Ostfriesische Landschaft. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Staatminister Bernd Neumann, fördert das Projekt.

(Pressestelle Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

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