Gewährleistungsfall beim Kunstrasen Flötenteich

Vor vier Jahren wurde der Kunstrasenplatz am Flötenteich eingeweiht und hat seither vielen sportlichen Aktivitäten gute Dienste geleistet. Doch kurz vor Ablauf der Gewährleistungsfrist entdeckte die zuständige Sportplatzexpertin des städtischen Fachdienstes Stadtgrün, Veronika Rösler, bei einer Kontrolle des Platzes, dass das in den Kunstrasenteppich verfüllte Gummigranulat Schäden aufweist. Ähnliche Probleme sind aus anderen Städten – zum Beispiel Wuppertal, Lüdenscheid und Flörsheim – bekannt und wurden in der Fachpresse diskutiert.

Das Phänomen: Granulat verdichtet zu dicken Klumpen, die zunehmend mit den Kunstrasenhalmen verschmelzen, wodurch der Platz über kurz oder lang unbespielbar wird. Die Stadt hat daraufhin den Hersteller um Stellungnahme gebeten: Dieser stellte fest, dass die Ursache in schadhaftem EPDM-Gummigranulat liegt, das er seinerzeit im Kunstrasenteppich verfüllt hatte. Im Ergebnis müssen Gummigranulat und Kunstrasenteppich komplett ausgetauscht werden, weil das Gummigranulat bereits eine Einheit mit den Kunstrasenfaserneingegangen ist und nicht mehr separat – wie etwa in Flörsheim – ausgefiltert werden kann.

Für die Stadt Oldenburg bleiben diese Probleme ohne negative Folgen: Erhält sie doch nach vier Jahren einen neuen Kunstrasen, ohne dass Kosten entstehen. Der Schaden ist im Rahmen der Gewährleistung aufgetreten und durch die Firma zu tragen. Die Anlage wird so schnell wie möglich renoviert. Dazu muss der Hersteller zunächst den neuen Kunstrasenteppich herstellen, der – sobald er vor Ort verlegt ist – mit neuem, einwandfreiem Granulat verfüllt wird.

Dies geschieht im Oktober und wird etwa zehn Tage dauern. Bis dahin ist der Platz für Training und Schulsport nutzbar, für Punktspiele eher eingeschränkt. Die Stadtverwaltung bedauert die Schwierigkeiten, freut sich aber mit den Sportlerinnen und Sportlern auf den neuen Kunstrasen.

(Pressestelle Stadt Oldenburg)

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