Öffentlicher Vortrag und Filmvorführung zur Islamdebatte in Europa

Migration und Identität: Der Islam im europäischen Diskurs

Islam in European Discourses on Migration and Identity (Der Islam im europäischen Diskurs über Migration und Identität)” – so lautet der Titel eines wissenschaftlichen Workshops mit öffentlichem Vortrag und Filmvorführung am 18. und 19. Oktober im Schlauen Haus Oldenburg (Schlossplatz 16) und im Cine K (Bahnhofsstraße 11). Veranstalter sind das Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC), der ERASMUS MUNDUS-Studiengang European Master Migration and Intercultural Relations (EMMIR) der Universität Oldenburg sowie die Evangelische Akademie Oldenburg in Kooperation mit der Integrationsbeauftragten der Stadt Oldenburg und dem Cine K.
In Europa wird der Islam aktuell meist als religiöse und kulturell monolithische Einheit aufgefasst. Diese Sichtweise beeinflusst die öffentliche Meinung und Politik in den europäischen Staaten: In der aktuellen Debatte werden historisch gewachsene orientalistische und koloniale Vorurteile verstärkt, so dass die “europäischen Werte” unvereinbar mit muslimischen Weltbildern scheinen. Die Veranstaltungsreihe nimmt sich dieser Entwicklung an und erörtert im Workshop, einem öffentlichen Vortrag und einer Filmvorführung aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und analysiert die politische Debatte zu Zuwanderung und Integration in europäischen Staaten.

Vorführung wird im Anschluss diskutiert

Levent Tezcan, Soziologe an der Tilburg University (Niederlande), hält den öffentlichen Vortrag “Religion and Migration: The Islamisation of the Integration Debate (Religion und Migration: Die Islamisierung der Integrationsdebatte)” am Freitag, 18. Oktober, 17.00 Uhr, im Schlauen Haus Oldenburg. Tezcan promovierte sich 2001 mit der Arbeit “Religiöse Strategien der ,machbaren’ Gesellschaft. Türkischer Islam zwischen verwalteter Religion und islamistischer Utopie?”. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören der interreligiöse Dialog zwischen Christen und Muslimen sowie der politische Dialog mit muslimischen MigrantInnen in europäischen Ländern.
Am Samstag, 19. Oktober, wird das Thema mit einer öffentlichen Filmvorführung im Cine K (Bahnhofsstraße 11), 11.00 bis 15.00 Uhr, fortgesetzt. Auf dem Programm steht der französisch-marokkanische Film “Le Grand Voyage” des Regisseurs Ismael Ferroukhi aus dem Jahr 2004 – ein Roadmovie über eine Pilgerreise von Frankreich nach Saudi Arabien. Die VeranstaltungsleiterInnen stellen den Film vor und diskutieren im Anschluss an die Vorführung mit dem Publikum.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.