Thema Ehrenamt: Das Modul “Service Learning” an der Uni Oldenburg

Ehrenamtliches Engagement von Studierenden fördern und mit universitärem Lernen verknüpfen – dieses Ziel hat sich die Universität Oldenburg gesetzt. In Kooperation mit der städtischen Agentur :ehrensache und der Oldenburgischen Bürgerstiftung fand im Wintersemester erstmals das bundesweit einmalige Modul “Service Learning” statt. 30 Studierende verschiedener Fachrichtungen nutzten die Möglichkeit und engagierten sich im Rahmen ihres Studiums ehrenamtlich. Heute erhielten sie aus den Händen von Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner und Prof. Dr. Gunilla Budde, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität, die Modulzertifikate.

“Die Studierenden haben mit ihrem ehrenamtlichen Engagement in verschiedenen Einrichtungen Oldenburgs aktiv Verantwortung für die Gestaltung des Gemeinwesens übernommen”, betonte Schwandner anlässlich der Übergabe. Budde unterstrich: “Die Einrichtung des Moduls ist Ausdruck des Selbstverständnisses der Universität Oldenburg als Verantwortungsgemeinschaft. Es geht uns darum, unseren Studierenden wichtige soziale und persönliche Kompetenzen zu vermitteln.”

Der Erziehungswissenschaftler und Modulverantwortliche Prof. Dr. Karsten Speck wertet den ersten Moduldurchgang als vollen Erfolg. “Unsere Studierenden haben davon profitiert – ebenso wie die sozialen Einrichtungen und die Menschen in Oldenburg.” Mehr als 60 Studierende hatten sich auf die 30 Plätze beworben, die in dem fächerübergreifenden Modul zur Verfügung standen. Die TeilnehmerInnen kamen überwiegend aus der Pädagogik, aber auch aus den Fächern Wirtschaftswissenschaften, Philosophie, Germanistik, Theologie, Kunst und Medien sowie Sport- und Sozialwissenschaften.

“Service Learning” führt Studierende an ein Ehrenamt heran und verbindet dies mit fachlichem Lernen im Studium. Die Einblicke in soziale Bereiche und die wissenschaftliche Reflexion geben den TeilnehmerInnen Gelegenheit, eigene Stärken besser kennenzulernen und soziale Kompetenzen zu erwerben, auf die sie im späteren Berufsleben zurückgreifen können. “Die Motivation, mit der die Studierenden an die sehr unterschiedlichen Aufgaben herangegangen sind, hat mich beeindruckt”, betonte Monika Engelmann-Bölts von der Agentur :ehrensache. Die Rückmeldungen aus den Einrichtungen seien sehr positiv.

Zu den beteiligten Einrichtungen gehörten der Jan-Koopmann-Kindergarten, das Seniorenzentrum am Küstenkanal und am Haarentor, der Verein Konfliktschlichtung e.V., die Justizvollzugsanstalt Oldenburg, der Verein Jugendkulturarbeit e.V., der Verschenkmarkt, die Helene-Lange-Schule, das Tierheim Oldenburg, die SELAM-Lebenshilfe gGmbH, der Verein zur Förderung der psychischen Gesundheit e.V. und die Wohnungslosenhilfe der Diakonie.

Infos: http://www.paedagogik.uni-oldenburg.de

Kontakt: Prof. Dr. Karsten Speck, Institut für Pädagogik, Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-2174, E-Mail: karsten.speck@uni-oldenburg.de; Monika Engelmann-Bölts, Agentur :ehrensache der Stadt Oldenburg, Tel: 0441/235-2311, E-Mail: monika.engelmann-boelts@stadt-oldenburg.de

(Quelle: Presse Uni Oldenburg, Foto: Organisatoren und Studierende des Moduls „Service Learning“ mit Oldenburgs Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner (2.r.) und Prof. Dr. Gunilla Budde, Vizepräsidentin für Studium und Lehre (links), Credits: Presse Uni Oldenburg)

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Regionalpolitik abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.