Uraufführung zur Carl-von-Ossietzky-Preisvergabe der Stadt Oldenburg

Die Komponistin Brigitta Muntendorf hat anlässlich der neuerlichen Verleihung des Carl-von-Ossietzky-Preises für Zeitgeschichte und Politik den Kompositionsauftrag der Stadt Oldenburg für Neue Musik erhalten. Damit vergibt die Stadt bereits zum 13. Mal die an die Preisverleihung gekoppelte Auftragskomposition. Mitglieder des oh ton-Ensembles werden Muntendorfs Komposition am 4. Mai zur Uraufführung bringen, wenn die ungarische Philosophin Prof. Dr. Ágnes Heller während eines Festaktes mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis geehrt wird.

Empfohlen wurde die in Köln lebende Komponistin Muntendorf von einem musikalischen Beirat, dem der Komponist und Musiker Eckart Beinke (oh ton * Förderung aktueller Musik e.V., Oldenburg), der Leiter des Projektes klangpol * Neue Musik im Nordwesten, Michael Hagemeister (Oldenburgisches Staatstheater), und die Musikwissenschaftlerin Prof.

Dr. Melanie Unseld (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) angehören.

Der Beiratssprecher Beinke sagt in seiner Begründung:

*Brigitta Muntendorfs Kompositionsstil zeichnet sich durch eine radikale Auseinandersetzung mit Tradition und Geschichte musikalischer Floskeln und Wendungen aus. Dabei konzentriert sie sich auf kleinste Motive, die sie konsequent und beharrlich zu musikalischen Strukturen und Formen weiterentwickelt. Frei von Schnörkeln und Ornamentik verdichtet sie vertraute Klanggestalten und Gesten und trennt sie von ihren einstigen Bedeutungen. Verfremdungen, Verdichtungen und Kontextverrückungen bewirken eine enorme innere Geschlossenheit ihrer Kompositionen.*

 

 

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