Diskussionsabend zum Polizeieinsatz im südafrikanischen Marikana

Der Polizeieinsatz in Marikana, Südafrika, am 16. August 2012, bei dem 34 demonstrierende Minenarbeiter getötet wurden, ist Thema eines Diskussionsabends im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, am Dienstag, 23. Oktober, 20 Uhr. Unter dem Titel „Fragen, Sorgen und Perspektiven“ hält Dr. Ben Khumalo-Seegelken ein Kurzreferat und leitet damit in eine Diskussion über. Der Eintritt ist frei.

Das Ereignis in Marikana hat das Land erschüttert und erinnert an die finstersten Zeiten der Apartheid. Forderungen nach rückhaltloser Aufklärung und schonungslosen Konsequenzen halten an, Fragen und Sorgen stellen sich ein: Wie konnte es dazu kommen? Wem nützt der Versuch, Lohnforderungen von Streikenden mit Gewalt zurückzuweisen? Welche Lehren ziehen die Gewerkschaften, die Zivilgesellschaft und die Regierung Südafrikas, welche die internationale Solidaritätsbewegung aus den Vorfällen von Marikana? Ist der Vergleich zur staatlich organisierten Apartheid legitim oder handelt es sich hier um Auswirkungen globalisierter kapitalistischer Machenschaften im „Wettlauf um wertvolle Bodenschätze, wie sie in jedem Schwellen- oder Entwicklungsland ausbrechen können“ (Bartholomäus Grill, DIE ZEIT)?

Dr. Ben Khumalo-Seegelken ist Lehrbeauftragter an der Universität Oldenburg. Er musste Südafrika 1975 im Widerstand gegen die Apartheid verlassen und erhielt 1979 in Deutschland Asyl. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, Privatrecht, Theologie sowie Sozialpädagogik und promovierte in Theologie und Erziehungswissenschaft.

 

(Presseservice Oldenburg)

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