HWWI legt Handlungsempfehlungen für die Metropolregion Nordwest vor

Prof. Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts
(HWWI), hat seine Studie zu den wirtschaftlichen Herausforderungen und mittelfristigen
Strategien für die Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten vorgestellt

Auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins „Wirtschaft pro
Metropolregion e.V.“ im Delmenhorster Hanse Wissenschafts-Kolleg hat Prof. Thomas Straubhaar,
Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) die Studie zu den wirtschaftlichen Herausforderungen und mittelfristigen Strategien für die Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten präsentiert.
Welches wirtschaftliche Potential steckt in der Metropole Nordwest? Das untersuchte das HWWI im Auftrag der Metropole Nordwest und des Vereins „Wirtschaft pro Metropolregion“. Zentrale Aufgabe für die künftige positive Entwicklung ist es laut Studie, die richtigen Voraussetzungen in den Bereichen Demographie, Arbeitskräfte und Bildung zu schaffen.

Zahlreiche Spezialisierungsvorteile von Nordwest

„Die Metropolregion weist mit ihren Spezialisierungsvorteilen in zahlreichen zukunftsträchtigen Branchen und Forschungsfeldern, insbesondere in den Bereichen Maritime Wirtschaft und Logistik, Energie, Luft- und Raumfahrt, Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie den Clustern Automotive Nordwest und Gesundheitswirtschaft Nordwest, günstige Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum
auf”, so der 1. Vorsitzende der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V. Landrat Jörg Bensberg. Das bestätige auch die Studie und sieht in den forschungsintensiven Industrien und wissensintensiven Dienstleistungen großes Potential für die Metropole Nordwest. Vorgeschlagen werden daher auch höhere Investitionen in die Hochschullandschaft und die Verstärkung der Kooperationen zwischen Unternehmen und Wissenschaft.

Bindung der Fachkräfte stärken und betriebliche Ausbildung fördern

„Hohe Bedeutung besitzen aber auch gute betriebliche Ausbildung und die Notwendigkeit, uns gemeinsam für die Anwerbung und Bindung hochqualifizierter Fachkräfte in der Nordwestregion zu engagieren“ erklärt Dr. Matthias Fonger, Vorsitzender des Vereins Wirtschaft pro Metropolregion e.V. und Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Wirtschaft müsse diese wichtige Querschnittsaufgabe eine Schwerpunktaktivität der Metropolregion und ihrer Akteure werden, so Dr. Fonger weiter.
Um das zu erreichen, schlagen die Wissenschaftler des HWWI vor, die clusterübergreifenden Kooperationen
weiter auszubauen. Für die Erfolgskontrolle der Förderprojekte und des gesamtwirtschaftlichen Potenzials empfiehlt die Studie des Weiteren den Aufbau eines Monitoring-Systems.

Ausbau grenzübergreifender Allianzen innerhalb der EU

Zudem sollen grenzübergreifende Allianzen im Sinne einer EU-Strategie ausgebaut werden. Abschließend ist festzuhalten dass gemäß Studie die demografischen Entwicklungsperspektiven in der Metropolregion Bremen-Oldenburg günstiger als in den meisten anderen Regionen Deutschlands sind. „Darauf müssen wir aufbauen, um als Region weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben,” so die Geschäftsführerin Dr. Anna Meincke in ihrem Fazit.

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