Renommierter Beruf mit neuen Perspektiven: Augenoptiker

Der Ruf ist nicht der Beste : Augenoptiker zu werden, bedeutet einen Beruf im Einzelhandel und zu einem großen Anteil im Verkauf zu erlernen. Wer aber die Augen offen hält und sich seine Neugier bewahrt, dem stehen die Türen auch nach der Ausbildung offen: Meister werden, studieren, im Ausland arbeiten oder auch in der Internetbranche, denn der Verkauf von Brillen und Kontaktlinsen über das Internet boomt.

Damit vereint der Beruf zwei konträre Richtungen: Wer sowohl Lust auf Tradition als auch auf den neuen Markt des Internets hat, dem sei der Optiker empfohlen. Das traditionelle in der dreijährigen Ausbildung liegt natürlich eindeutig auf dem Aspekt des Handwerks: Schliff und Montage von Brillengläsern in Fassungen, Reparaturen von beschädigten Brillen in den Werkstätten des Einzelhandels gehören in diese Richtung. Was kaum einer weiß: Der Beruf des Optikers ist einer der ältesten, noch existierenden Berufe. Seit der Erfindung von verfeinerten Herstellungsmethoden von Glas im Mittelalter und den damit ersten Modellen von Brillen – übrigens abgeleitet von dem spätmittelhochdeutschen Wort berille – gibt es ihn.

Meist schreckt der Aspekt ab, das es in der Ausbildung um den Verkauf geht: Kundenkontakt, Kundenberatung, Kompetenz und Verkaufstalent gehören neben der handwerklich erforderlichen Präzision und Feinmotorik dazu. Zudem brauchen die Lehrlinge auch mathematische Fähigkeiten und intellektuellen Zugang zur Physik und den Gesetzen der Optik. Alle drei Aspekte müssen bei der Berufswahl unbedingt mit der eigenen Person im Einklang stehen, da sonst ein Abbruch oder Wechsel quasi vorprogrammiert ist. Es gibt zwar den Weg, in einer industriellen Ausbildung Kundenkontakt zu umgehen, doch ist er mit einer raren Anzahl der Ausbildungsplätze verbunden.

Eine andere Alternative bietet die Internetbranche: In den vergangenen Jahren hat eine kleine Brillen Revolution stattgefunden und das Sprichwort „Mein letzter Wille ist eine Frau mit Brille“ hat gänzlich seine Bedeutung verloren. Stattdessen ist die Nerdbrille wahnsinnig schick und das Modeaccessoire der letzten Jahre geworden. Mit dazu beigetragen hat der Internethandel, der nach einer Beratung durch den Augenarzt oder Optiker vor Ort meist für die Zweit- oder Drittbrille genutzt wird. Und hier ist die nächste Alternative zu der Filiale im Ort oder der Industrie zu sehen: Insbesondere bei den größeren, überregionalen Firmen wird man bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einer Stelle als Optiker fündig.

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